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bee
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Behandlungsfreie Imkerei – die unvermeidbare Krise: Zusammenbruch und Erneuerung

#2709

Beitrag von bee »

Zusammenbruch und Erneuerung: Die Lösung für behandlungsfreie Bienenzucht
(von unserem Kollegen Kirk Webster, der sehr viel Erfahrung hat mit resistenten, kleinzelligen Bienen)
Bild
Auf der Konferenz für behandlungsfreien Bienenzucht in Leominster, im Juli 2011, war es ganz klar, dass die Menschen, die erfolgreich und produktiv ihre Imkerei seit Jahren betreiben ohne zu behandeln, all ihre Methoden und Vorgehensweisen alleine herausgefunden haben und diese sehr auf ihre eigenen, einzigartigen Situationen zugeschnitten sind. Diese Bienenstände, in denen nicht behandelt wird, sind über die ganze Welt verstreut. Von den feuchten Tropen in Süd- und Mittelamerika bis zu der glühend heißen Sonora-Wüste von Arizona; von den Hochlagen der südlichen Rocky Mountains bis zu den feuchten Wäldern des Washington Westens. Weiter im Osten verbreiteten sie sich von den milden Klimazonen in Texas, North Carolina und in Europa von Frankreich, zu den kurzen Sommern und bitterkalten Wintern
von Skandinavien und im nördlichen Neu-England.
Das Wetter und die Honigernten sind sehr unterschiedlich. In dieser Bandbreite von unterschiedlichen Orten und dieser Vielzahl von Imkern, gibt es eine erstaunliche Vielfalt an Strategien zur Herstellung von Honig, Pollen, Propolis, Wachs, Bienen, Königinnen und Gift aus ihren Stöcken.
Es gibt jedoch eine Sache, die alle diese Imker gemeinsam haben – eine Erfahrung, die sie alle teilen: ob sie es wollten oder nicht, sie mussten alle zusehen, wie ihre Bienen durch mindestens zwei Zusammenbruch- und Erneuerungs-Zyklen gingen, bevor sich ihre Bienenstände genug stabilisiert hatten und Überschuss an Bienenprodukten hergaben, die ohne Behandlungen produziert waren.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=2778


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Das Bienenwachs – praktisch alles Bienenwachs ist hoch verseucht mit Chemierückständen

#2708

Beitrag von bee »

Das größte Problem ist, daß durch die Jahrzehnte lange Anwendung von Chemie IM Bienenstock, praktisch alles Wachs, das auf dem Markt ist, belastet ist. Und das können wir nicht verwenden.
Imker Pestizidflasche gefunden in totem Bienenstand
auf einer griechischen Insel
 
Pestizidrückstände im Wachs (Studie von Erik Österlund)
Auf der Erde gibt es heute leider nur mehr wenige Orte, an denen es Wachs gibt, das frei von chemischen Rückständen ist. Diese chemischen Rückstände haben auf das Leben der Bienen verschiedenste negative Einflüsse. In sehr kleinen Mengen können die Bienen damit eventuell umgehen, wenn sie stark genug in anderen Richtungen sind. Speziell die (komplizierten, untereinander ablaufenden) synergetischen Effekte, also diese gegenseitigen Beeinflussungen der einzelnen Chemikalien, die verwendet werden, sind sehr schwer zu handhaben bzw. zu kontrollieren. Und noch schwieriger ist es, sich ein wissenschaftlich fundiertes Wissen über diese komplizierten chemischen Vorgänge anzueignen. Ich denke das Beste, was wir tun können, ist, uns zu bemühen, möglichst „sauberes“ Wachs zubekommen, das von jeglicher Art von Chemikalien frei ist. Es mag schwierig sein, aber die naheliegendste Vorgangsweise ist es, nur Entdeckelungswachs für die neue Wachsgrundlage zu verwenden und jene Waben, von denen wir annehmen, dass sie kontaminiert sind, durch gesunde Waben zu ersetzen. Eine weitere Quelle für sauberes Wachs ist Wachs aus Gebieten, in denen sich Mitizide (milbenabtötende Chemikalien) verwendet werden. Behalten Sie aber immer auch andere Kontaminationsmöglichkeiten im Auge.
Bild
Ein anderes Problem ist, daß sich in den Mittelwänden, die verkauft werden ein schwerwiegender Fehler entstanden ist.
Um das zu erklären, muß ich weiter ausholen. Ed und Dee Lusby (Ed war der Ehemann von Dee und der ist leider vor Kurzem gestorben, Dee sagt durch zu viel Stress – ich kann es nachfühlen) begannen in den 80er Jahren, nach intensivem Studium der alten Imkerliteratur, ihre 1000 Stöcke auf 5,05mm Zellenmaß umzustellen. Da sie das ganze Jahr mit 4 Zargen arbeiten, sind das 40.000 Rahmen neu zu bestücken. Unglaublich!! für 2 Personen. Sie waren so überzeugt von dem, was sie in der Literatur gefunden hatten und glaubten, daß die Zellen die verwendet wurden, zu groß waren für die Bienen. Sie hatten auch keine Form um die Mittelwände herzustellen und konnten den Besitzer der Firma Dadant davon überzeugen, der machte ihnen eine Walze aus Stahl, per Hand graviert! Reines Abenteuer. Als sie dann ihre Bienen auf 5,05mm hatten, gab plötzlich das Problem mit der Varroa nach und das Problem der Tracheenmilbe verschwand, doch die restlichen Krankheiten dezimierten ihr Stöcke immer mehr. Sie entschieden sich, nochmals alles umzustellen, nun auf 4,9mm und siehe da, die Krankheiten verschwanden. Und das blieb so bis heute. Heute hat Dee wieder fast 1000 Stöcke, ohne jegliche Behandlung seit 25 Jahren.
Und ich muß wiederholen, daß das nicht allein die Größe der Zelle ist, sondern viele andere Faktoren müssen geändert werden, aber ohne die veränderte Zellengröße ist es nicht möglich.
Dh daß ein und ein halbes Zehntel Millimeter den Bienen dazu verhalf, sich gegen die Krankheiten zu verteidigen. Alles blieb dann unter der 2% Schwelle. 
Nun zurück zu den käuflichen Mittelwänden.
Nehmt doch mal einen Meterstab und messt bei euren Mittelwänden, in den 3 Richtungen, 10 Zellen.
Und zu unserem Erstauen sind die Zellen, bei ALLEN käuflichen Mittelwänden, auch bei den Mittelwandpressen, in einer Richtung länger.
z.b. 5,4mm x 5,4mm x 5,7mm Warum?

Weil die Mittelwände mit einer Walze hergestellt werden und in der Drehrichtung das Wachs gedehnt wird. Und die Mittelwandpressen werden auch mit diesen Mittelwänden geprägt. Also haben wir in ALLEN Bienenstöcken Fehler bis zu 3 Zehntel, oder sogar mehr, Unterschied in den Zellmassen. Und 0,15mm waren bei Dee der springende Punkt, als die Krankheiten verschwanden. Mir scheint daß das für die Bienen ein äußerst großer Stressfaktor ist, denn warum haben sie die sechseckige Zelle? Weil sie exakt ist und den Raum am besten einteilt.
Natürlich kann man sagen, daß die Biene auch nicht ganz exakt baut, aber was wir ihr vorgeben (und das ständig), ist ein zu großer Fehler, als daß es nicht bei ihr Stress auslösen müsste.
So ging nun Erik, aus Schweden, einer von uns der am meisten Erfahrung hat, daran eine Firma in Schweden zu überzeugen, Mittelwände herzustellen die 4,9mm haben und mit den exakten Maßen. Ein weiterer Vorteil ist, daß es in Schweden verboten ist, Gifte im Bienenstock anzuwenden und daher das Wachs praktisch unbelastet ist. Adriano aus Italien macht eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
die Firma mit den 4,9mm Mittelwänden in Schweden:
Mittelwände 4,9mm
Natürlich ist es am Besten eigenes, wenn unbelastetes, Wachs zu verwenden.
Hab dann von einem Mittelwandpressen Hersteller, der billige Silikonformen in Deutschland vertreibt, zu hören bekommen, daß ich doch nicht päpstlicher als der Papst sein soll!!! Aber für die Bienen ist es nicht so einfach.
Dann hab ich vor einigen Jahren mit B. G., der Firma G., kontaktiert und ihn überzeugen können, daß er seine 4,9mm Formen, die denselben Fehler aufwießen und die er für afrikanische Bienen herstellte, mit den Mittelwänden von Schweden baut. Nun kann man bei ihm Pressen mit richtigen Massen in 4,9mm beziehen. Es gibt auch einige andere Anbieter im Moment.
Hier sieht man wie wir unsere Mittelwände mit wassergekühlten Silikonformen Marke Eigenbau herstellen. Mit zwei Formen machen wir zu zweit ca 80 Mittelwände pro Stunde. das Problem ist der Wachsnachschub der im Wasserbad erhitzt wird.
Dadurch daß wir die Mittewände entnehmen, wenn sie noch ziemlich warm sind, ziehen sie sich zusammen und wir erhalten Maße zwischen 4,8 und 4,85. Das ist für die fortgeschritten kleinzelligen Bienen hervorragend. So haben wir auch Spielraum und können 4,9 oder 4,8 verwenden, je nach Notwendigkeit.
http://resistantbees.es/?p=2917


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es gab früher 100 verschiedene Milbenarten im Bienenstock, die ohne Probleme zusammen lebten – was können wir daraus ler

#2707

Beitrag von bee »

Dee Lusby zeigt uns wieder einmal sehr interessante Dinge auf.
Was haben die mehr als 100 verschiedenen Milbenarten, zu denen auch die Varroamilben und die Tracheenmilben zählen, für eine Beziehung zu den Bienen?

Mites associated directly and indirectly with honeybees…..
 Posted by:deelusbybeekeeper
This is for Marshall and others here since just gotta post this and stir
the pot now since the USDA mite survey with me I am considering they are
burying…………….!!!!Honeybees ALONE are associated, directly and indirectly with a hundred or
more different mite species although most of these mites appear to be
natural predators of other mites that live with bees (none of which attack Varroa
mites). Also some of the symbiotic associations are commensalistic while
others are parasitic. and this was published with Griffiths et
al….1983…Varroa–The acarologtists‘ view,….and cited by Cavallora, 1983…Varroa
jacobsoni Oud. Affecting Honey bees: Present Status and Needs. A. A.
Balkema, Rotterdam. p107Now to clarify more, though here might be stirring more:Two organisms living together in a close association with at least one of
them benefiting from the association are said to have a symbiotic
relationship. Examples of types of symbiotic relationships are mutualism, in which
both organisms benefit from one another; commensalism, in which one
organism benefits and the other neither benefits nor is harmed; and parasitism, in
which one organism benefits while the other is harmed. In a parasitic
association the parasite is usually referred to as the symbiont while the
organism being parasitized is generally called the host.Parasites are considered to be efficient parsites (as pointed out by
Southwick, 1988) when they approach a commensalistic existence, i.e. , when they
do not seriously harm their host. A parasite’s host is likewise an
efficient host if it does not strongly react to it’s parasite. Thus through long
period of time, if the populations are allowed to live together under natural
conditions, the parasite and the host population may adjust to one
another, and the parasitic symbiosis becomes more commensalistic. At one point
during these long-term adjustments, there usually becomes a thin line of
distinction between parasitism and commensalism , and the two organisms has less
difficulty in coexisting.So here to me this is like ticks grooming hairs on ALL KNOWN livestock,
including honeybees, which trachael mites did prior to upsizing being called
then VAGANS, and varroa mites did prior to upsizing being called head neck
and back mites pre-1917 times…….which I have gone over and over here,
again and again for noting…………..

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=4255


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Zuckersirup verkürzt die Lebensdauer der Bienen – wissenschaftliche Studie

#2706

Beitrag von bee »

eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Schluss:
Zuckersirup verkürzt die Lebensdauer der Bienen
Es ist eine gängige Angewohnheit der meisten Imker den Bienenstöcken allen Honig zu entnehmen und sie dann mit Zuckersirup aufzufüttern, damit sie über den Winter kommen.
Nun ist aber die Frage inwieweit dieses Kunstfutter den Bienen schadet.
Wir haben ja schon gezeigt daß die kleinzelligen Bienen eine längere Lebenserwartung als die künstlich vergrößerten aufweisen: längere Lebenserwartung kleinzelliger Bienen
Und erst durch diese längere Lebensdauer wird das hygienische Verhalten stimuliert.
Nun kommt aber bei einer wissenschaftlichen Studie heraus was wir schon immer proklamieren:
Künstliches Futter verkürzt die Lebensdauer der Bienen
Bienen wurden mit Honig und mit verschiedenen Ersatzsirup gefüttert:
Bild
Mit Honig gefüttert lebten diese Bienen im Durchschnitt 27 Tage, mit Zuckersirup nur 21 Tage und mit saurem Invertsirup nur ganze 12 Tage, weit weniger als die Hälfte der Lebensdauer als mit natürlichem Honig.
Und das war das zusammengefasste Ergebnis:
Bild
Zusammengefasst:
Es kann gesagt werden daß verschiedene Futterstoffe verschiedene Einflüsse vor allem auf die Darmwand der Bienen haben. Natürlicher Honig hatte keine Einwirkungen auf die Darmschleimhaut. Wogegen die Zufügung  von Hefen und Malz zum Sirup zu Schädigungen der Schleimhaut führten.

Eine weitere Studie zeigt:
Zuckerfütterung beeinflusst die Genaktivität
Eine frühere Studie hat bereits gezeigt, dass Honig Nährstoffkomponenten enthält, die das Erbgut der Bienen beeinflussen. Diese in Pflanzen gebildeten Substanzen aktivieren verschiedene Gene, die am Abbau von Giftstoffen beteiligt sind. Den stärksten Effekt bei der Aktivierung der Entgiftung-Gene zeigte die p-Cumarinsäure, die auch in Pollen und Propolis enthalten ist. Solche Inhaltsstoffe fehlen natürlich im Saccharose oder Fructosesirup.
Forscher der Universität in Illinois, USA, haben jetzt gezeigt, dass die Folgen der Ersatzfütterung noch viel weitreichender sind. Im Labor fütterten sie zunächst gleichaltrige Sammelbienen entweder mit Honig, Saccharose- oder Fructosesirup. Dann untersuchten sie Gewebe aus einem speziellen Speicherorgan (Fettkörper) der Bienen, in dem die Insekten Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße speichern.
Der Vergleich zwischen beiden Gruppen zeigte, dass sich die Aktivität von mehr als hundert Genen deutlich unterscheidet. Betroffen sind unter anderem Gene, die für den Eiweißstoffwechsel und die Weiterleitung von Signalen der Nervenbahnen zuständig sind oder im Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Offensichtlich sind im Honig wichtige Bestandteile enthalten, die die Abwehrkräfte der Bienen verbessern.
Die Forscher raten daher zur Zurückhaltung bei der Zuckerfütterung. Weitere Studien sollen nun genauer zeigen, auf welche Weise die verschiedenen Aktivierungsmuster der Gene den Gesundheitszustand der Bienen beeinflussen.

weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3353


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DER gangbare Weg zu resistenten Bienen, Grundlegendes von Ed&Dee Lusby

#2705

Beitrag von bee »

     hier sind sehr umfangreiche Schriften von Ed&Dee Lusby, die Pioniere der biologischen, behandlungsfreien Bienenhaltung
.
Dee Lusby, arizona, Die Grundlagen unserer Arbeit
Viele wissen nun wohl schon, dass wir der Meinung sind, dass kleine Bienen besser sind. Aber die Frage ist warum und wie?
Da nun einige Fragen im Raum stehen, denke ich, das es hilfreich ist, dass ich zunächst den Grund erkläre, warum wir so denken.
Zu aller erst lasst mich mal postulieren, dass man einen Krieg nicht durch die Anwendung von einzelnen Taktiken gewinnen kann. Man gewinnt dann, wenn man alles einsetzt was einem zur Verfügung steht, indem man ein gewissenhaft entwickeltes Einzingeln einsetzt und von allen Seiten gleichzeitig angreift.
Wir befinden uns tatsächlich in einem Krieg in unserer Imker-Industrie und ob wir gewinnen können oder nicht, als eine sich weiterentwickelnde Imker-Industrie, hängt davon ab, ob wir in der Lage sind zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig zu helfen. Das beinhaltet den Austausch von Informationen und kein Zurückhalten von sogenannten Geheimnissen, denn was nützt es, wenn ihr die einzigen seid die übrig bleiben und alle eure Freunde verschwunden sind.
– Wir sind der Meinung, daß die Harmonie mit der Umgebung, durch die Verwendung der richtigen Zellgröße, ein Drittel des Problems darstellt. Denn vor der Anwendung von künstlich vergrößerten Waben gab es keine Probleme und danach stellten sich parasitäre Milben-Probleme und deren Folgekrankheiten und, nicht zu vergessen, auch Brutprobleme, ein.
 Wir sind weiter der Meinung, dass die Ernährung ein weiteres Drittel des Problems ausmacht. Mit künstlicher Diät erreichen wir unvollständige Ernährung. Schlechte Ernährung stellt einen ernsten Stressfaktor eines jeglichen Organismus dar, der zu Krankheit und parasitären Angriffen und auch Brutproblemen führen kann.
 Wir sind auch der Meinung, dass die Zucht, die nicht in Einklang mit der natürlichen Umgebung stattfindet, ein weiteres Drittel des Problems ausmacht. Falsch angewendete Zucht geht Hand in Hand mit der Provokation von Ernährungsbelastung und Umgebungsstress.
Man kann nicht nur einen der oben erwähnten Änderungen allein vornehmen, ohne die anderen beiden auch mit einzubinden. Deshalb müssen all diese Änderungen als ein insgesamt kombiniertes Programm ausgeführt werden, was impliziert das Problem von allen Seiten gleichzeitig in Angriff zu nehmen.
Ist dass nicht dasselbe, was die Natur mit uns gerade in Begriff ist zu tun? Uns von allen Seiten her anzugreifen? Ich denke das es so ist.
Viele haben über die Jahre hinweg gefragt und geschrieben:…………… „Werden die Bienen durch die Verkleinerung der Zellen weniger anfällig für die Verwüstungen der Varroa, für andere Krankheitserreger und Krankheiten? Warum?  Dies beinhaltet entschiedene Änderungen des chemischen Gefüges der Bienen, denn der Varroaauslöser funktioniert auf Basis von chemischen Abläufen oder von Pheromonen. Und die Zellgröße kann das beeinflussen? Ja das kann sie!“
Mit den meisten auf dem Markt befindlichen, künstlich hergestellten Mittelwänden, deren Zellgrößen näher an der natürlichen Größe der Drohnenzellen als an der natürlichen Arbeiterinnenzellen liegen, wurde ein Pseudo-Effekt geschaffen, indem dass die parasitierenden Milben nun die Arbeiterinnen als neue Futterquelle betrachten. Das gibt es in der Natur so nicht.
In der Natur ist die Vermehrung der Milben, bei der Apis cerana, hauptsächlich auf die normalerweise sehr geringe Anzahl der von ihnen gebauten Drohnenzellen beschränkt; und auch durch sehr wenige weibliche Milben, die sich in der Arbeiterinnenbrut entwickeln. Das wird nur am Rande des Brutnests durchgeführt, wo die Larven am kühlsten sind und dadurch eine genügend lange Entwicklungszeit aufweisen, damit die Entwicklungszeit für einige Milben lange genug ist, um die Geschlechtsreife zu erlangen.
Man weiß, daß man Apis cerana und Apis mellifera nicht erfolgreich kreuzen kann und lebensfähige Nachkommen erzeugen kann. Aber sie sind dennoch so eng verwandt, dass wir bei ihnen studieren, lernen und nachahmen können, um unsere Bienen wieder unter Kontrolle bringen.
Nun zum Thema des Pseudo-Effekts, der unsere Arbeiterinnenbienen als Drohnen erscheinen lässt, oder besser gesagt als neue Futterquelle gesehen wird. Das Aufnahmevermögen einer Drohnenzelle für Nahrung ist doppelt so groß wie das der Arbeiterinnenzelle, obwohl die Drohnenzelle im Verhältnis nur 20% größer ist. Der Inhalt der Drohnenzelle beherbergt auch mehr juveniles Wachstumshormon III, welches bei der Varroa, die vom Blut der Drohnenlarve frisst, die Eiablage auslöst. Bei der Apis cerana ist ungenügendes juveniles Wachstumshormon III vorhanden um die Eiablage der Milben in der Arbeiterinnenbrut stimulieren zu können.
Nun hat die Größe der A. cerana Bienen ein natürliches, durch die geografische Breite verursachtes, Spektrum. Genauso wie bei der Apis mellifera und zufälligerweise sind sie in erster Linie gleich. Indem wir nun unsere Apis Mellifera Völker zurücksetzen auf Zellgrößen, die vor 1900verwendet wurden, was dem oberen Limit der natürlichen 4,9 mm Größe entspricht, nähern wir uns der Zellgröße von A.cerana in Korea, Japan und nördlicher Westküste von Südostasien an, und erreichen eine natürliche Kontrolle, ähnlich wie bei A.cerana . Gleichzeitig reduzieren wir die Futteranlockung, aber auch den Auslöser für die Milbenreproduktion.
Es werden auch andere Dinge geschehen, wenn wir die Größe der Arbeiterinnnenzelle zurück zu natürlichen Parametern verkleinern. Man wird dadurch auch die Dichte der Zellen auf dem Brutrahmen vergrößern. Durch höhere Dichte erlangen wir höhere Temperatur, was auch dazu beiträgt, daß die Entwicklung der Milben mehr zum Rande des Brutnests verschoben wird. Das konnten wir jetzt in unseren Völkern beobachten und die, die uns besuchten, konnten dasselbe feststellen.
Wir empfehlen auch, Brutrahmen auszusondern, die mehr als 10% Drohnenbau im Brutnest aufweisen, um so die Brutnesthygiene bei unseren Apis mellifera Arbeiterinnenbienen auszulösen.
Dieses ständige Aussondern (das muss zur gängigen Angewohnheit werden) löst bei unseren Bienen des Ausputzen der Arbeiterinnen- und Drohnenbrut aus. Die Folge ist, dass das ständige Aufziehen von Drohnen stimuliert wird, durch die ganze aktive Saison hindurch, wenn die Bienen Brut aufziehen. Wir denken dass das auch eine große Hilfe darstellt, um unsere Königinnen zu begatten.
Indem wir das Brutnest verdichten, erhalten wir mehr Arbeiterbienen bei jedem Brutzyklus. Wir erlangen größere Arbeitsteilung, was bedeutet, dass wir mehr Arbeiterinnen zu Verfügung haben für erweiterte Arbeiten, wie das oben erwähnte Ausräumen von infizierter Brut.
Da die Größe der Bienen durch die Größe der Zelle vorgegeben ist und die Größe der Zelle die Größe des Thorax der Arbeiterbiene regelt, haben wir auch die Tracheenmilben unter Kontrolle, indem wir die vorderste Atemöffnung verkleinern, wodurch sich diese Milben nicht mehr in die Lungen der Bienen begeben können.
Indem wir die Vermehrung der Varroamilben und Tracheenmilben vermindern (beides durch das USDA Tucson Laboratorium nachgewiesen), beide Milben sind in unserer Gegend bekannt auf unseren Bienen, können wir damit eine Verminderung der Folgekrankheiten erreichen. Das geschieht durch Verminderung von offenen Wunden, die von den Milben, die am Exoskelett der Bienen nagen und dies durchbeißen um ihr Blut trinken zu können, was zu Virus-, bakteriellen und Pilzinfektionen führt.
Indem wir die Dichte des Brutnests vergrößern, erreichen wir eine höhere Temperatur, die einen schnelleren Brutzyklus zur Folge hat, so dass die normale Zeit der verdeckelten Arbeiterinnenbrut um 24 Stunden verkürzt wird, bei normalem Nektarfluß, während der aktiven Saison. Damit wird die Varroa-Vermehrung noch weiter reduziert in unseren Völkern.
Indem wir die Zellengröße zurück zum natürlichen vorkommenden Spektrum verkleinern, passen wir uns besser der natürlichen Flora, die nicht vom Menschen hybridisiert worden ist, an. Dh die Bienen können in kleinere Blüten fliegen. Diese unberührte Flora ist vorherrschend in der Natur und verbessert somit die Nahrung, was sie ausgeglichener für den allgemeinen Gesundheitszustand des Volkes macht. Wir können beobachten dass ein größeres Sortiment an Pollen in die Völker eingebracht wird. Das führt auch zu einer größeren Vielfalt des eingebrachten Nektars, was auch einen Gesundheitsvorteil in sich birgt.
Indem wir die Zellengröße zurück zum natürlichen vorkommenden Spektrum verkleinern, können sich unsere Bienen mit den wildlebenden Bienen vermischen und wir erreichen dadurch größere Schwankungen für erweiterte Auswahlkriterien der Zucht. Wo man große Auswahl hat, kann man eher das auswählen was man benötigt.
Bild
Indem wir das alles zusammenfassen, können wir kontrollieren, dass die Ernährung unserer Bienen verbessert wird, dass wir die Krankheiten besser im Griff haben, indem ihre Körper weder innerlich noch äußerlich angefressen werden, was mit Virus, Pilz und bakteriellen Problemen einher geht. Wir gewinnen eine verminderte Vermehrung von Parasiten durch natürliche Einengung ihrer Ernährungsmöglichkeiten auf unseren Bienen und die Folge davon ist, dass wir nicht die verschiedenen chemischen Behandlungen verwenden müssen.
Wahrscheinlich hab ich hier etwas übersehen, hoffe aber nicht durch Fehler in der Darstellungsart.
Ich hoffe das hilft euch zu verstehen, warum wir es so machen.


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Falsche 4,9mm Mittelwandmaße in Europa

#2704

Beitrag von bee »

4,9mm Mittelwände auf dem europäischen Markt haben falsche Maße
Achtung!!
ALLE Mittelwände der Maße 4,9mm, die in Deutschland oder sonstwo in Europa verkauft werden (außer bei der Firma in Schweden), haben den besagten Fehler.
Liste der kleinzelligen Mittelwände auf dem Markt.
Und Vorsicht mit „Biowachs“. Das kommt sehr häufig aus Afrika (hat eigenartigen Geruch) und da dort der Preis für das Wachs bei weitem höher ist als der Honig, werden einfach Wildschwärme abgeflammt um das Wachs zu bekommen. Unglaublich und wird dann als Bio angeboten!!! Wenn wir schon dabei sind – hier könnt ihr sehen, wie man Silikonformen selber basteln kann.
Da zeichnet sich ein ganz gravierendes Problem ab.
4,9mm Mittelwände der Firma Muhr, Deutschland
5,0mm x 5,0mm x5,3mm
4,9mm Mittelwände der Firma
Miel Valle de los Pedroches, Córdoba –
4,9mm x 4,9mm x 5,3mm
Anscheinend haben die meisten Imker im europäischen Raum, die mit kleinen Zellen arbeiteten, gar keine kleinen Zellen verwendet.
Udo aus Köln hat bei der Firma Muhr 4,9mmMittelwände bestellt und folgendes gemessen: 53mmx50mmx50mm
Ich habe auch von verschiedenen Anbietern vor Jahren Muster angefordert und ähnliches gemessen.
Die einzige Alternative in Europa 4,9mm Mittelwände zu bekommen die die richtigen maße aufweisen ist im Moment die Firma in Schweden.
Adriano aus Italien machte eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
Wenn wir von kleinen Zellen reden, dann reden wir über das System von Dee Lusby und nur über das. Sie ist vor 25 Jahren, durch intensives Studium der alten Imkerliteratur, darauf gekommen, daß wir unsere Bienen, seit 100 Jahren, auf zu großen Zellen halten. Ihr System basiert darauf, daß wir Zellengrößen unter 4,9mm verwenden und zusätzlich alle anderen Änderungen vornehmen die sie auch gemacht hat um krankheitsresitente Bienen zu erhalten.
Und wenn wir davon ausgehen, daß die verwendeten Zellenmasse bei den Imkern im deutschen Raum, die mit angeblich kleinen Zellen arbeiteten, um die 5,05mm waren, können wir sagen, daß das nur den ersten Schritt darstellt. Bei 5,05 mm verbesserte sich bei Ed und Dee Lusby das Problem der Varroa und das Problem der Tracheenmilbe verschwand. Aber die restlichen Krankheiten reduzierten iher Völker beträchtlich. Nachdem sie auf 4,9mm umgestellt hatten, verschwanden diese Krankheiten und blieben unter der 2% Schwelle. 
Zudem konnte ich feststellen, dass es für beinah alle Stöcke problemlos war die 5,1mm Mittelwände auszubauen. Aber bei 4,9mm konnte es nur einer von hundert am Anfang. Das war ohne die Hilfe der Plastikwaben, mit denen es viel schneller geht.
Unsere Zellenmasse liegen jetzt zwischen 4,8 und 4,85mm. Das erreichen wir, indem wir die Mittelwände noch sehr warm aus der Mittelwandpresse nehmen, wodurch sie dann etwas schrumpfen.
 
Wie mißt man die Größe der Zellen?
Die Übereinkunft Zellen zu messen besteht darin, daß man 10 Zellen von Wandmitte zu Wandmitte mißt und das Resultat durch den Faktor 10 teilt. Das muß man in allen 3 Richtungen, die durch die Form des Sechsecks hervorgerufen sind, vornehmen. Alle 3 Größen müssen unter 4,9mm liegen.
Ich muß nochmals wiederholen daß ich niemanden überreden will kleine Zellen zu verwenden. Das nützt gar nichts, wenn man das andere alles wegläßt. Ich will nur zeigen, daß es einen (unter vielen) Weg gibt, krankheitsresistente Bienen zu erhalten.

weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=2913


liebe Grüße
bee

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kleinzellige Mittelwände auf dem Markt

#2703

Beitrag von bee »

sehr wichtig:
wie misst man die Zellgröße?
Mittelwände von Thorne (England)
4,9mm gemessen: 4,97mm x 4,85mm x 4,89mm


 
Mittelwände mit Gussform von Alfranseder gegossen:
5,1mm gemessen: 5,13mm x 4,99mm x 4,94m

 
Mittelwände mit Gussform von Alfranseder gegossen:
4,9mm gemessen: 4,83mm x 4,79mm x 4,81m
das ist viel zu klein, das schaffen nicht mal viele unserer Stöcke


.

weiter lesen: http://resistantbees.es/?p=3558


liebe Grüße
bee

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Re: Mittelwandstruktur

#2702

Beitrag von bee »

hallo JW,
JW. hat geschrieben:
Wenn nun 10% Drohnenzellen "ideal" erscheint - hat schon einmal jemand ausprobiert, auf einer Matritze 90% kleine Zellböden mit 10% größeren zu kombinieren?
ja das wurde alles schon ausprobiert, aber das ist viel zu viel Aufwand. Das machen die Bienen von alleine viel besser und vor allem machen die so viel Drohnenbrut wie sie brauchen - wenn sie es einmal gelernt haben :wink:


liebe Grüße
bee

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JW.

Mittelwandstruktur

#2701

Beitrag von JW. »

Wenn ich es richtig verstehe, richten die Bienen sich beim Bau der Zellengröße (innerhalb ihres Toleranzbereichs) sozusagen nach dem "Boden", den die Mittelwandstruktur vorgibt. Die Königin wiederum wählt nach Größe der Zelle aus, ob sie ein befruchtetes oder unbefruchtetes Ei hineinlegt.

Wenn nun 10% Drohnenzellen "ideal" erscheint - hat schon einmal jemand ausprobiert, auf einer Matritze 90% kleine Zellböden mit 10% größeren zu kombinieren?



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