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Carnicas und kleine Zellen

#2694

Beitrag von bee »

und daß keiner mehr sagt daß die Carnicas nicht gut die kleinen Zellen bauen können.
Sie können es, wenn der Imker mit ihnen umgehen kann
:kitzeln:
viewtopic.php?p=1288#p1288
und das war auch ein Schwarm mit einer Carnica Königin
:shakehand:

Bild


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Trick zum guten ausbauen der kleinen Zellen

#2693

Beitrag von bee »

da hat mir gerade unser Kollege Happy eine geniale Idee mitgeteilt, damit die Bienen einwandfrei die kleinzelligen Mittelwände ausbauen.

Dee betont ja immer wieder, daß vor allem Schwärme die kleinen Zellen besser ausbauen:
viewtopic.php?p=15375#p15375

Nun hat Happy einfach seine Miniplus, die Probleme beim ausbauen der kleinen Zellen hatten, schwärmen lassen, hat das so eingerichtet, daß er die Schwärme fangen konnte und siehe da, die meisten dieser  Schwärme bauten nun gut die kleinen Zellen aus. Die MiniPlus waren auf 4 bis 5 Zargen.

:aplauso:


bee hat geschrieben: man sollte unbedingt darauf achten, daß die kleinzelligen Mittelwände gut ausgebaut werden. Das ist gar nicht so schwierig.
:wink:

4,85mm Mittelwände perfekt ausgebaut:

Bild


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wissenschaftliche Forschung ergibt: eine kleinere Zellgröße kann sich auf den Fortpflanzungserfolg von Varroen auswirken

#2692

Beitrag von bee »

Zellgröße und Varroabefall in anfälligen und natürlich überlebenden Bienenvölkern (Apis mellifera) 
Die Daten zeigen, dass der Milbenreproduktionserfolg in kleineren Zellen in anfälligen Kolonien (höhere Nicht-Reproduktionsraten, verzögerte Reproduktion und fehlende männliche Milben) signifikant verringert war, nicht aber in den Überlebensvölkern. Die Ergebnisse stützen die Behauptung, dass eine kleinere Zellgröße einen Einfluss auf den Fortpflanzungserfolg von Varroa destructor haben kann. Aber dies scheint jedoch nicht in Verbindung zu stehen mit der natürlichen Selektion der Überlebensmechanismen der Varroen.
Die in der Studie verwendeten Bienenvölker sind von Terje Reinertsen aus Norwegen.
Seine Bienenvölker haben die Zellgröße von 4,9mm seit vielen Jahren.
Vor 20 Jahren ist die Varroamilbe bei Terje erschienen, aber er hat seine Völker nie behandelt. Zu Beginn hatte er grosse Ausfälle, aber seit dem Jahr 2000 hat er seine Bienen auf kleinem Zellmaß und danach baute er auf 400 kleinzellige Völker aus, alles ohne jegliche Behandlungen. Er arbeitete eng mit Hans-Otto Johnsen zusammen. Seine Völker sind Buckfast Bienen mit sichtlichem Elgoneinschlag.
Die Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen der Zellgröße und der durchschnittlichen Anzahl lebensfähiger weiblicher Varroa-Destruktor-Milben-Nachkommen:

 
Hier die wissenschaftliche Studie:
Cell size and Varroa destructor mite infestations in susceptible and naturally surviving honeybee (Apis mellifera) colonies
https://link.springer.com/article/10.1007/s13592-018-0610-2
The data show that mite reproductive success was significantly reduced in smaller cells in susceptible colonies (higher rates of non-reproduction, delayed reproduction, and male absence), but not in the surviving colonies. The results support the claim that smaller cell size can have an impact on V. destructor reproductive success, but this seems not to work in tandem with mite-surviving mechanisms favored by natural selection.
  • Melissa A. Y. OddieBild
  • Peter Neumann
  • Bjørn Dahle
Open Access
Original article
First Online: 02 January 2019
Abstract
The ectoparasitic mite Varroa destructor is a key threat for European honeybee subspecies (Apis mellifera) globally. However, some A. mellifera populations are known to survive mite infestations by means of natural selection (naturally surviving), likely due to reduced mite reproductive success. The effect of small brood cell size on mite reproductive success has not been investigated in these surviving populations and we have little knowledge of its relationship with mite-surviving traits. Here we tested the impact of smaller worker brood cell size on mite reproductive success in susceptible and naturally surviving colonies in Norway. The data show that mite reproductive success was significantly reduced in smaller cells in susceptible colonies (higher rates of non-reproduction, delayed reproduction, and male absence), but not in the surviving colonies. The results support the claim that smaller cell size can have an impact on V. destructor reproductive success, but this seems not to work in tandem with mite-surviving mechanisms favored by natural selection.

weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3310


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Re: Diskussionsforum für alle

#2691

Beitrag von bee »

hallo Hans,
Hans Aichinger hat geschrieben: Danke Stephan für diesen umfassenden Beitrag!
Ich wollte dir nur einmal sagen, dass ich von meinen 16 Völkern im Herbst 15 ins Frühjahr gebracht habe. Sie stehen sehr schön stark da. Es ist eine Freude für mich. Habe viel im Forum von dir und aus meinen Fehlern gelernt. 
Viele Grüße
Hans
das ist sehr schön zu hören
:aplauso:


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Re: Diskussionsforum für alle

#2690

Beitrag von Hans Aichinger »

Danke Stephan für diesen umfassenden Beitrag!
Ich wollte dir nur einmal sagen, dass ich von meinen 16 Völkern im Herbst 15 ins Frühjahr gebracht habe. Sie stehen sehr schön stark da. Es ist eine Freude für mich. Habe viel im Forum von dir und aus meinen Fehlern gelernt. 
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Widerlegung der wissenschaftlichen Studien über die Uneffektifität der kleinen Zellen

#2689

Beitrag von bee »

Wissenschaftliche Studien über die Wirkung von kleinen Zellen auf die Vermehrung von Varroamilben wurden fast alle mit falschen Voraussetzungen vollzogen.
Endlich können wir beweisen dass nahezu all diese Studien falsche Ansätze hatten und unkorrekt durchgeführt wurden. Erik Österlund hat sich die Mühe gemacht dies genauestens auszuarbeiten.
Hier ist Eriks Studie einzusehen.
In den 90er Jahren, nachdem Ed und Dee Lusby herausgefunden hatten, dass die Zellengröße vor mehr als 100 Jahren künstlich vergrößert wurde, wurden die ersten wissenschaftlichen Studien dazu erstellt. Eine dieser Arbeiten (Message&Goncalves in Brasilien) zeigte dass die Zellgröße sehr wohl Einfluss hat auf die Vermehrung der Varroen. Dies wurde später bestätigt durch die Untersuchungen von Piccirillo&De Jong.
In den folgenden Jahren wurden dann weitere wissenschftliche Test unternommen, jedoch mit absoult anderen Ansätzen als die ersten. Letztere nahmen keine Rücksicht auf die speziellen Erfordernisse solcher Tests. Natürlich kamen all diese zum Schluss dass die Zellgröße keinen Einfluss auf die Vermehrung der Varroamilben haben.
Immer bekommen wir diese „wissenschftlichen Studien“ vorgesetzt und es wird behauptet dass unser Ansatz falsch ist. Doch ich muss dazu fügen dass es hier ausschließlich um die Vermehrung der Varroamilben in verschiedenen Zellgrößen geht. In Wirklichkeit hat aber die Zellgröße vor allem einen indirekten Effekt auf die Abwehrmöglichkeit durch die Bienen. Durch die kleinen Zellen und den geringeren Wabenabstand haben wir ein dichteres Brutnest, die Brutdauer wird um 24h verkürzt, die für die Brutpflege benötigten Bienen sind geringer, dadurch verausgeben sich die Bienen weniger und haben eine längere Lebenserwartung. Durch mehr Bienen für dieselbe Arbeit wird vor allem das hygienische Verhalten stimuliert.
 
Warum kamen die wissenschaftlichen Untersuchungen über den Einfluß der kleinen Zellen auf die Varroamilben zu negativen Ergebnissen? (Erik Österlund)
  • Es gibt zwei frühe Untersuchungen, die den Einfluss der kleinen Zellen auf die Varroamilben studierten. Beide wurden in Brasilien unter Bedigungen unternommen, die sich von denen, die in Europa, USA und Neuseeland  gemacht wurden, unterscheiden. Die ersten zeigten einen bedeutsamen Vorteil der kleinen Zellen.
    .
  • Die späteren Tests konnten die Ergebnisse der ersten wissenschaftlichen Studien aus Brasilien nicht bestätigen.
    .
  • Da diese späteren Tests nicht die ersten beiden bestätigten, wäre es wohl die normale Reaktion gewesen, herauszufinden, was die ersten beiden Studien gemein hatten und wo die Unterschiede zwischen den positiven und den negativen bestanden. Ich konnte aber nichts desgleichen finden. Warum aber nicht? Es ist ein gängige wissenschaftliche Gewohnheit derat vorzugehen. Ich will nun genau dies hier versuchen.
  • Unterschiede zwischen den ersten Versuchen in Brasilien und den später ausgeführten
  • Die Versuche wurden in Südamerika gemacht
  • Die verwendeten Bienen waren afrikanisierte Bienen
  • Die Bienen der ersten Versuche waren Varroaresistent
  • Die Bienen der erstenVersuche lebten üblicherweise auf kleinen Zellen (SC)
  • Keine oder nur wenige großzellige Bienen (LC) waren in der Nachbarschaft
  • Die Bienen wurden nie oder nur wenig mit Chemikalien behandelt.
  • Das Wachs der Bienenwaben war frei von chemischen Rückständen
  • Epigenetische Unterschiede durch die erwähnten Unterschiede der Umgebung
  • zusätzliche Unterschiede zu den 8 oben aufgeführten
  • Verhinderung von Verflug und Räuberei
  • Wachs frei von chemischen Rückständen
  • Was wurde gefüttert wenn gefüttert wurde
  • Überlebensfähigkeit
    In den meisten Studien über Varroaresistenz, auch in denen wo es um Zellgrößen ging, wurde das Augenmerk auf Reproduktionsrate und Bevölkerungszuwachs der Varroamilben gelegt. Das was für einen praktischen Imker zählt sind aber das Überleben der Bienenvölker und gute Honigproduktion. Auf jeden Fall ist eine der wichtigsten Eigenschaften zur Bekämpfung der Milbe das sogenannte  VSH (Varroa Sensitive Hygiene) (Ref 13,14), das Aufspühren von Milben in der verdeckelten Brut, vor allem solche mit Nachwuchs, das Öffnen dieser Zellen, das oft gefolgt wird vom Ausräumen der infizierten Bienenpuppe. Dieses wichtige Merkmal ist nichts neues. Auch wenn die Vermehrungsrate der Varroen langsam ist, werden sie anwachsen, nur etwas langsamer. Schlussendlich wird die Milbenpopulation für die Bienen zu hoch sein und sie müssen aktiv etwas tun um zu überleben, indem sie sie direkt bekämpfen. Und sie müssen bereits beginnen, wenn der Milbenpopulation noch gering ist.
  • Test von Hans-Otto Johnsen nach ein paar Saisonen. Er wurde mit Bienen durchgeführt, die nicht auf Varroaresistenz ausgewählt wurden. Siehe seinen online Artikel (Ref 20).Testergebnis: kleinzellige Bienen bringen mehr Honig – die Varroapopulation ist in kleinzelligen Stöcken deutlich geringer.
  • In den 60er Jahren testete der Besitzer eines der größten Imkerzubehörgeschäfte Schwedens,  Evert Svensson, der ebenfalls Profiimker ist, größere Zellen als seine bis dahin verwendeten 5.1-5.2 mm. Er verwendete die größeren Zellen in ungefähr 50 Bienenstöcken, an einem Bienenstand über einige Jahre hinweg. Seine Schlussfolgerung war, dass größere Zellen weniger Geld in der Tasche gaben.
hier die gesamte Studie von Erik Österlund:
Analysis of small test designs


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Beweise daß die Zellenmaße der Bienen künstlich vergrößert wurden

#2688

Beitrag von bee »

-> weitere Beweise für die künstliche Vergrößerung der Bienenzellen
Die Zellenmaße im Bienenstock wurden durch die Imker schon vor über hundert Jahren künstlich vergrößert.
Die heutigen Problematiken der Bienen und vor allem das Varroaproblem gründen sich auf diesen vergrößerten Zellen, die nun seit über 100 Jahren beibehalten wurden. Und keiner weiß warum.
Viele Imker bezweifeln überhaupt heutzutage daß die Zellen vergrößert wurden und daß sie früher sehr viel kleiner waren. Hier ist ein Beweis für die Bewegung „Größer ist Besser“, die von Professor Baudoux 1893 in Belgien eingeleitet wurde.
Im Jahre 1965 hielt Constantin Antonescu auf dem Jubiläumskongress der Apimondia in Bukarest einen Vortrag:
Erfolg der Anwendung von Waben mit vergrößerten Zellen unter den Bedingungen der sozialistischen Republik Rumänien
Er schreibt:
Die „große Zelle“ war und ist der Gegenstand des Interesses vieler Imker und Wissenschaftler zahlreicher Länder………
auf die Bilder klicken um sie größer zu sehen:
Auszug aus dem Buch „der XX. Internationale Jubiläumskongress der Bienenzüchter“, Herausgeber Dipl Ing Dimitrie Georgescu, verantwortlicher schriftführer des Organsationskomitees der Apimondia 1965.

Bild
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weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3482


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Behandlungsfreie Imkerei – die unvermeidbare Krise: Zusammenbruch und Erneuerung

#2687

Beitrag von bee »

Zusammenbruch und Erneuerung: Die Lösung für behandlungsfreie Bienenzucht
(von unserem Kollegen Kirk Webster, der sehr viel Erfahrung hat mit resistenten, kleinzelligen Bienen)
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Auf der Konferenz für behandlungsfreien Bienenzucht in Leominster, im Juli 2011, war es ganz klar, dass die Menschen, die erfolgreich und produktiv ihre Imkerei seit Jahren betreiben ohne zu behandeln, all ihre Methoden und Vorgehensweisen alleine herausgefunden haben und diese sehr auf ihre eigenen, einzigartigen Situationen zugeschnitten sind. Diese Bienenstände, in denen nicht behandelt wird, sind über die ganze Welt verstreut. Von den feuchten Tropen in Süd- und Mittelamerika bis zu der glühend heißen Sonora-Wüste von Arizona; von den Hochlagen der südlichen Rocky Mountains bis zu den feuchten Wäldern des Washington Westens. Weiter im Osten verbreiteten sie sich von den milden Klimazonen in Texas, North Carolina und in Europa von Frankreich, zu den kurzen Sommern und bitterkalten Wintern
von Skandinavien und im nördlichen Neu-England.
Das Wetter und die Honigernten sind sehr unterschiedlich. In dieser Bandbreite von unterschiedlichen Orten und dieser Vielzahl von Imkern, gibt es eine erstaunliche Vielfalt an Strategien zur Herstellung von Honig, Pollen, Propolis, Wachs, Bienen, Königinnen und Gift aus ihren Stöcken.
Es gibt jedoch eine Sache, die alle diese Imker gemeinsam haben – eine Erfahrung, die sie alle teilen: ob sie es wollten oder nicht, sie mussten alle zusehen, wie ihre Bienen durch mindestens zwei Zusammenbruch- und Erneuerungs-Zyklen gingen, bevor sich ihre Bienenstände genug stabilisiert hatten und Überschuss an Bienenprodukten hergaben, die ohne Behandlungen produziert waren.
 
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Für einige von uns, die nicht wirklich wussten, was wir da taten, und wer mit Bienen gerade erst begann, und dem nicht klar war, wie er mit der Varroa leben konnte, waren diese Zyklen sehr dramatisch – grenzten an eine Katastrophe. Aber für einige der Imker in Südamerika z.B., waren die Zyklen harmlos oder sogar nicht zu merken – weil die afrikanisierten Bienen bereits beträchtliche Fähigkeiten entwickelt hatten, mit der Varroa zu leben. Auch ihre Reproduktion ging besonders schnell vonstatten. Das lieferte uns einen wichtigen Hinweis: Wir wissen jetzt, dass Europäische Zusammenbrüche und Erholungs-Zyklen ohne allzu große wirtschaftliche Schäden
überstanden werden können, wenn mit einer „Wildtyp“-Biene geimkert wird, die bereits über eine gewisse Resistenz gegen sie Varroa verfügt. Wenn man damit starten kann, wachsen die Ableger schneller, als die Verluste und diese können ausgeglichen werden.
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Der Zusammenbruch und Erholungs-Zyklus ist das Mittel, mit dem Insekten ihre Art erhalten, um Zeit zu gewinnen, sich auf plötzliche Veränderungen von Außen einzustellen, sich ihrer Umgebung anzupassen (also auch neuen Feinden. A.d.Ü) und sich so das Überleben zu sichern. Insekten scheinen unverwüstlich in bestimmten Situationen, können aber auch plötzlich sehr
verwundbar werden, wenn sich ihre Umwelt sich auf radikale Weise verschiebt. Manchmal werden ganze Populationen dezimiert, aber die Überlebenden werden mit einem unglaublichen Potenzial für die Erneuerung ausgestattet, wenn die Bedingungen günstig sind. Dies ermöglicht ihnen, schnell einen Platz im Ökosystem zu füllen und sie verändern auch ihr Erbgut schnell und aktivieren erstaunliche Abwehrmechanismen. Der Zusammenbruch und Erneuerungs-Zyklus ist
der Grund, dass Heuschrecken in manchen Jahren schwer zu finden sind und in anderen wiederum zu einer Plage werden. Dies ist auch der Weg, auf dem die Varroa-Milbe schnell immun gegen die tödlichsten Gifte wurde, die wir auf sie geschüttet haben. Aber es ist auch die Art und Weise, wie die Honigbienen in die Lage kommen könnte, mit der Varroa zu koexistieren.
 
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Es bleibt abzuwarten, ob Zucht auf hygienisches Verhalten der Biene, Zählen der Milben und Nosema-Sporen – und trotzdem Behandlung der Bienen ausreicht,  um eines Tages in der Lage zu sein ohne Behandlungen zu arbeiten und auch niemals durch eine Zusammenbruch- und Erneuerungsphase gehen müssen. Ich nehme an, das ist das Ziel dieser Programme.
Vielleicht sind John Kefuss’s Bienen diejenigen, die der Sache am nächsten kommen. Er hat sein Testverfahren erweitert und konzentriert, mehr als jeder andere. Aber aus Schriften und Gesprächen mit ihm, scheint klar zu werden, dass seine eigene Version von Zusammenbruch und Erneuerung (das „Bond-Test“ und „Cave Man Genetics“) Schwerstarbeit geleistet hat und notwendige erster Schritte waren, bevor er mit allen seinen Tests wirklich gute Ergebnisse erzielen konnte. (Sie sehen, wie jeder Mensch auf seine oder ihre eigenen Lieblings-Methoden kommt.) Viele Imkereien gehen durch eine Reihe von Zusammenbruch- und Erholungsphasen, obwohl sie jährlich behandelt.
 
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Ich fürchte, dass der Prozess Bienen zu testen, während sie noch behandelt werden, nicht enden wird und auf einen Punkt zusteuert, bei dem die Bienen durch einen Zusammenbruch- und Erholungs-Zyklus gehen müssen, der sich nur wenig von den Bienen unterscheidet, die nicht getestet und ausgelesen werden. Es wird nicht breit genug geforscht, was die Bienen stark machen könnte. Die eigentliche Definition von einer ökologischen Nische: ein n-dimensionaler Hyperraum – wobei n eine unbekannte und potenziell unendliche Zahl ist – Man sollte vermuten, dass Behandlungen ein echtes Problem sind und dass die Bienen leben sollten und sich anpassen in all ihren Dimensionen, nicht nur einige von ihnen. Eine Menge Zeit und Geld wird nun an Behandlungen und Tests verschwendet, die viel besser angelegt wären, zu untersuchen, welche Auswirkungen Pestizide haben und wie man den Landwirten helfen könnte, herauszufinden, wie man Pflanzen wachsen lassen kann, ohne sie zu spritzen. Die Bienenzucht ist jetzt ein Fall, wo der Praxis schneller als die Wissenschaft sein kann.
Der Schwerpunkt müsste auf die Beseitigung aller Behandlungen gelegt werden und zwar so schnell wie möglich und zwar in Einklang mit der Natur als großes Ganzes, um einen Weg zurück zu Gesundheit und Widerstandsfähigkeit zu finden.
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Kommen wir wieder zurück auf den Fall von meinem schwedischen Freund Erik Österlund, der so viel getan hat, um in vielen Ländern die Arbeit der Imker ohne Behandlungen zu dokumentieren. Er hat seine Bienenstände auch mehr als  alle anderen die ich kenne in für die Ankunft der Varroa vorbereit. Drei Jahre vor der Ankunft der Varroa in seinem Gebiet hatte er bereits die mehrjährige Aufgabe des Bestückens seiner Kolonien mit Bienen von überlebensfähigen Eltern sowohl auf der männlichen und weiblichen Seite abgeschlossen – und hatte alle seine Waben auf 4,9 mm Größe umgeändert. Doch als der erste Kontakt mit der Varroa-Milbe aufgetreten ist, befielen seine Bienen auf die gleiche Weise wie alle ungeschützten europäischen Bienen in Nordamerika bei ihrer ersten Begegnung. Für mich ist das nur ein weiteres starkes Anzeichen dafür, dass natürliche Systeme in mehr Dimensionen existieren, als wir erkennen oder messen können. Es brauchte Zeit um eine neue Wirt-Parasit-Beziehung zu entwickeln und wir mussten wirklich am Anfang die Milben töten, um überhaupt irgendwelche Bienen übrig zu behalten. Das einzig Gute ist, dass wir inzwischen über dieses Stadium in Nordamerika hinaus sind und auch weit über den Punkt, wo es nur noch um die Beseitigung aller Behandlungen geht, sondern jetzt geht es darum, von unseren neuen Freunden zu lernen.
Wenn einmal Honigbienen und Varroa in einer wirtschaftlich tragfähigen Situation nebeneinander existieren können, dann muss diese Milbe als Schädling verschwinden und in die Rolle eines Freundes geschlüpft wieder auftauchen. Sie muss Verbündeter und Mentor werden. Unsere Auswahlarbeit muss mit  keinen oder nur geringen Kosten einhergehen und uns deutlich zeigen, wo unsere Praktiken fehlgeleitete sind oder schlecht angepasst. Durch seinen Status als Aus-der-Balance-geratener Parasit und seine enorme Zerstörungskraft, ist die Varroa-Milbe das wichtigste Tier, das uns hilft als potentieller Verbündeter, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber die Geschichte ist die gleiche mit allen anderen sichtbaren und unsichtbaren Kreaturen, wenn wir sie als „Schädlinge“ betrachten. Wenn wir sie als Freunde und Verbündete zu behandeln lernen und von ihnen lernen, dann haben wir eine Chance auf eine Welt, die auf besserer Landwirtschaft basiert, auf Kreativität und biologischer Energie. Wenn nicht, haben wir keine andere Wahl, als den gleichen selbstzerstörerischen Weg weiter zu verfolgen, auf dem wir jetzt sind – mit dem gleichen Ergebnis wie alle früheren Zivilisationen und Kulturen die untergegangen sind. Imker spielen eine zentrale Rolle, sowohl in der Nahrungskette, als auch im
natürlichen Ökosystem. Es ist an uns, Einfluss auf Regierungen zu nehmen. Dort können wir eine große Rolle spielen, wenn es darum geht, zu entscheiden, welchem Pfad wir folgen sollten.


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Anleitung zum züchten Varroa resistenter Bienen

#2686

Beitrag von bee »

Bild
auf dem Bild von links: Erik Österlund (Schweden), ein Freund, Ed Lusby (Arizona USA), Hans-Otto Johnsen (Norwegen) am bee rock USA
  deutsche Übersetzung der Studie von Erik Österlund über Varroa resistente Bienen (übersetzt von Sibylle und Wolfgang, vielen Dank)
Jetzt möchte ich euch eine sehr interessante und für uns überaus nützliche Studie über kranheitsresistente Bienen näherbringen. Wie schon erwähnt ist Erik, aus Schweden, einer von uns der am meisten Erfahrung hat im Umgang mit kleinzelligen Bienen. Der linke ist Erik Österlund , der neben ihm ein mir unbekannter Texaner?!, dann Ed Lusby, der Begründer unseres Systems und Hans-Otto Johnson, Norwegen, mit 600 kleinzelligen Bienenstöcken.
Erik kam nun auf eine geniale Idee in den 90er Jahren. Damals gab es weltweit schon einige Imker, die es geschafft hatten, resistente Bienen zu züchten. Er schrieb nun diesen Kollegen seine Erfahrung, mit der Bitte ihm auch ihre Erfahrungen zu schildern. Die zugrunde liegende Idee war folgende: Wenn die alle es geschafft hatten, oder teilweise geschafft hatten, Bienen zu züchten die sich von selbst gegen die Krankheiten wehrten, so muß in allen diesen Formen der Haltung etwas Wahres sein. Und damals war des Internet noch nicht so verbreitet wie heute und diese Imker hatten kaum Kontakt zueinander – folglich hatte das ein Jeder auf seine Art erreicht. Erik sagte sich also – wenn wir aus all den verschiedenen Erfahrungen eine Zusammenfassung machen, müßten wir sehr nützliche Richtlinien zusammenstellen können, wie ein Jeder kranheitsresistente Bienen erhalten kann. Und diese Zusammnefassung gibt’s seit dem Jahr 2004 – und wer kennts? fast keiner. Irgendwie scheint es mir, daß sie es nicht wissen wollen.
Hier kann man die Studie lesen – aber sie ist in englisch,  hier auf deutsch und auf spanisch.
Zusammenfassung der Erfahrungen der erfolgreichsten Imker im Umgang mit Varroa resistenten Bienen.
Verfasst von Erik Österlund – übersetzt von Wolfgang K. (vielen herzlichen Dank)
Bild
 
Einführende Studie zur Züchtung Varroa resistenter Bienen
Abschlussbericht 2004 von Tore Forsman, Per Ideström und Erik Österlund vom Schwedischen Imkerverband
Inhalt
  • Einführung in den vorläufigen Bericht
  • Einführung in den Abschlussbericht
  • Konzept Honigbienen Apis Mellifera zu züchten, welche keine Behandlung gegen die Milbe Varroa Destructor benötigen
    • Das Ziel
    • Methoden
    • Einige Grundlagen
    • Wabengrösse
    • Mikrofauna und Milbenbekämpfungsmittelrückstände im Wachs
    • Verwendete Methoden zur Milbenkontrolle
    • Verwendete Zuchtmethoden
    • Beschreibung von Bienenstöcken mit überdurchschnittlicher Resistenz
    • Grundlegende Umweltaspekte
    • Zusammenfassung der verwendeten Methoden
    • Reinrassige Bienen
    • Hybridbienen
    • Empfohlene Methoden
    • Ein einfaches Rezept
    • „Angekommen“ (am Ziel)
    • Schlussfolgerung
  •  Anmerkungen zum vorläufigen Bericht
  • Einige Themen aus den Kommentaren
  • Liste der Dokumente im vorläufigen Bericht
 weiter lesen:
http://resistantbees.es/?p=3094


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Das Bienenwachs – praktisch alles Bienenwachs ist hoch verseucht mit Chemierückständen

#2685

Beitrag von bee »

Das größte Problem ist, daß durch die Jahrzehnte lange Anwendung von Chemie IM Bienenstock, praktisch alles Wachs, das auf dem Markt ist, belastet ist. Und das können wir nicht verwenden.
Imker Pestizidflasche gefunden in totem Bienenstand
auf einer griechischen Insel
 
Pestizidrückstände im Wachs (Studie von Erik Österlund)
Auf der Erde gibt es heute leider nur mehr wenige Orte, an denen es Wachs gibt, das frei von chemischen Rückständen ist. Diese chemischen Rückstände haben auf das Leben der Bienen verschiedenste negative Einflüsse. In sehr kleinen Mengen können die Bienen damit eventuell umgehen, wenn sie stark genug in anderen Richtungen sind. Speziell die (komplizierten, untereinander ablaufenden) synergetischen Effekte, also diese gegenseitigen Beeinflussungen der einzelnen Chemikalien, die verwendet werden, sind sehr schwer zu handhaben bzw. zu kontrollieren. Und noch schwieriger ist es, sich ein wissenschaftlich fundiertes Wissen über diese komplizierten chemischen Vorgänge anzueignen. Ich denke das Beste, was wir tun können, ist, uns zu bemühen, möglichst „sauberes“ Wachs zubekommen, das von jeglicher Art von Chemikalien frei ist. Es mag schwierig sein, aber die naheliegendste Vorgangsweise ist es, nur Entdeckelungswachs für die neue Wachsgrundlage zu verwenden und jene Waben, von denen wir annehmen, dass sie kontaminiert sind, durch gesunde Waben zu ersetzen. Eine weitere Quelle für sauberes Wachs ist Wachs aus Gebieten, in denen sich Mitizide (milbenabtötende Chemikalien) verwendet werden. Behalten Sie aber immer auch andere Kontaminationsmöglichkeiten im Auge.
Bild
Ein anderes Problem ist, daß sich in den Mittelwänden, die verkauft werden ein schwerwiegender Fehler entstanden ist.
Um das zu erklären, muß ich weiter ausholen. Ed und Dee Lusby (Ed war der Ehemann von Dee und der ist leider vor Kurzem gestorben, Dee sagt durch zu viel Stress – ich kann es nachfühlen) begannen in den 80er Jahren, nach intensivem Studium der alten Imkerliteratur, ihre 1000 Stöcke auf 5,05mm Zellenmaß umzustellen. Da sie das ganze Jahr mit 4 Zargen arbeiten, sind das 40.000 Rahmen neu zu bestücken. Unglaublich!! für 2 Personen. Sie waren so überzeugt von dem, was sie in der Literatur gefunden hatten und glaubten, daß die Zellen die verwendet wurden, zu groß waren für die Bienen. Sie hatten auch keine Form um die Mittelwände herzustellen und konnten den Besitzer der Firma Dadant davon überzeugen, der machte ihnen eine Walze aus Stahl, per Hand graviert! Reines Abenteuer. Als sie dann ihre Bienen auf 5,05mm hatten, gab plötzlich das Problem mit der Varroa nach und das Problem der Tracheenmilbe verschwand, doch die restlichen Krankheiten dezimierten ihr Stöcke immer mehr. Sie entschieden sich, nochmals alles umzustellen, nun auf 4,9mm und siehe da, die Krankheiten verschwanden. Und das blieb so bis heute. Heute hat Dee wieder fast 1000 Stöcke, ohne jegliche Behandlung seit 25 Jahren.
Und ich muß wiederholen, daß das nicht allein die Größe der Zelle ist, sondern viele andere Faktoren müssen geändert werden, aber ohne die veränderte Zellengröße ist es nicht möglich.
Dh daß ein und ein halbes Zehntel Millimeter den Bienen dazu verhalf, sich gegen die Krankheiten zu verteidigen. Alles blieb dann unter der 2% Schwelle. 
Nun zurück zu den käuflichen Mittelwänden.
Nehmt doch mal einen Meterstab und messt bei euren Mittelwänden, in den 3 Richtungen, 10 Zellen.
Und zu unserem Erstauen sind die Zellen, bei ALLEN käuflichen Mittelwänden, auch bei den Mittelwandpressen, in einer Richtung länger.
z.b. 5,4mm x 5,4mm x 5,7mm Warum?

Weil die Mittelwände mit einer Walze hergestellt werden und in der Drehrichtung das Wachs gedehnt wird. Und die Mittelwandpressen werden auch mit diesen Mittelwänden geprägt. Also haben wir in ALLEN Bienenstöcken Fehler bis zu 3 Zehntel, oder sogar mehr, Unterschied in den Zellmassen. Und 0,15mm waren bei Dee der springende Punkt, als die Krankheiten verschwanden. Mir scheint daß das für die Bienen ein äußerst großer Stressfaktor ist, denn warum haben sie die sechseckige Zelle? Weil sie exakt ist und den Raum am besten einteilt.
Natürlich kann man sagen, daß die Biene auch nicht ganz exakt baut, aber was wir ihr vorgeben (und das ständig), ist ein zu großer Fehler, als daß es nicht bei ihr Stress auslösen müsste.
So ging nun Erik, aus Schweden, einer von uns der am meisten Erfahrung hat, daran eine Firma in Schweden zu überzeugen, Mittelwände herzustellen die 4,9mm haben und mit den exakten Maßen. Ein weiterer Vorteil ist, daß es in Schweden verboten ist, Gifte im Bienenstock anzuwenden und daher das Wachs praktisch unbelastet ist. Adriano aus Italien macht eine Wachsrückstandsuntersuchung und es konnte nur Fluvalinat in sehr geringer Konzentration nachgewiesen werden. Es liegt niedriger als das untere Limit, das bei einer Hohenheimer Untersuchung angezeigt wird.
die Firma mit den 4,9mm Mittelwänden in Schweden:
Mittelwände 4,9mm
Natürlich ist es am Besten eigenes, wenn unbelastetes, Wachs zu verwenden.
Hab dann von einem Mittelwandpressen Hersteller, der billige Silikonformen in Deutschland vertreibt, zu hören bekommen, daß ich doch nicht päpstlicher als der Papst sein soll!!! Aber für die Bienen ist es nicht so einfach.
Dann hab ich vor einigen Jahren mit B. G., der Firma G., kontaktiert und ihn überzeugen können, daß er seine 4,9mm Formen, die denselben Fehler aufwießen und die er für afrikanische Bienen herstellte, mit den Mittelwänden von Schweden baut. Nun kann man bei ihm Pressen mit richtigen Massen in 4,9mm beziehen. Es gibt auch einige andere Anbieter im Moment.
Hier sieht man wie wir unsere Mittelwände mit wassergekühlten Silikonformen Marke Eigenbau herstellen. Mit zwei Formen machen wir zu zweit ca 80 Mittelwände pro Stunde. das Problem ist der Wachsnachschub der im Wasserbad erhitzt wird.
Dadurch daß wir die Mittewände entnehmen, wenn sie noch ziemlich warm sind, ziehen sie sich zusammen und wir erhalten Maße zwischen 4,8 und 4,85. Das ist für die fortgeschritten kleinzelligen Bienen hervorragend. So haben wir auch Spielraum und können 4,9 oder 4,8 verwenden, je nach Notwendigkeit.


liebe Grüße
bee

ResistantBees.es

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